Kompetenzfeld

Betriebskritische Technik.
Klar beherrscht.

Betriebskritische Maschinen und technische Bauteile werden lokal, robust und nachvollziehbar gesteuert. Schaltvorgänge und Statusabfragen werden überwacht, auf Plausibilität geprüft und über projektbezogen geschützte Bedien- und Kommunikationswege geführt. Zustände, Grenzwerte, Laufzeiten und Störungen bleiben sichtbar – mit klarer Netztrennung, definierten Rückfallebenen und einer Architektur, die sich an den tatsächlichen Schutzanforderungen orientiert.

Lokale Steuerungslogik Geschützte Schaltvorgänge Plausibilisierte Statusabfragen Definierte Reaktion

Interaktive KRITIS-Demo

Eine fiktive Anlage.
Reale Bedienprinzipien.

Wechseln Sie zwischen Anlagenübersicht, Meldungen und Netzwerk. Über den Störungstest lässt sich nachvollziehen, wie eine Redundanzumschaltung erkannt, auf einen plausiblen Folgezustand geprüft, gemeldet und dokumentiert werden kann.

VN
Versorgung NordFiktive Demonstrationsanlage
BETRIEBSBEREIT
P1

Keine aktive StörungAlle überwachten Funktionen befinden sich im definierten Zustand.

AnlagenstatusNormalbetrieb Keine aktive Störung
Netzdruck4,82 barSollbereich 4,2 – 5,0 bar
Fördermenge142 m³/hTagesmittel 138 m³/h
Betriebsmittel4 / 6Laufend · übrige in Bereitschaft
Speicherfüllstand78 %1.248 m³ verfügbar
Versorgung401 VNetz stabil · NEA bereit
Prozessbild

Förderung & Speicherung

LIVE / DEMO
BRBrunnenNiveau 8,4 m
P1FörderungP-101 aktiv
SPSpeicherFüllstand 78 %
NZVersorgungsnetz4,82 bar
Lokale Ablaufsteuerung aktivLetzte Aktualisierung: jetzt
P-101
Wasserförderung

Hauptförderpumpe 1

72 %Motorlast · 18,4 A
In Betrieb
P-102
Wasserförderung

Hauptförderpumpe 2

BereitRedundanzaggregat
Bereit
P-204
Anlagentechnik

Kühlkreispumpe

34,6 °CRücklauf · ΔT 5,1 K
In Betrieb
V-301
Gebäudetechnik

Technikraumlüfter

48 %Drehzahl · Filter normal
In Betrieb
VLV-17
Speicherbehälter

Zulaufventil

63 %Stellung rückgemeldet
In Betrieb
NEA-01
Energieversorgung

Notstromversorgung

BereitAutomatik freigegeben
Bereit
Interaktionsmodus

Die Schaltflächen verändern ausschließlich diese fiktive Demonstration.

Systemarchitektur

Autark im Betrieb.
Transparent im Zustand.

Die Betriebsfunktion bleibt lokal. Visualisierung, Protokollierung und Fernmeldung werden so angebunden, dass ein Ausfall der übergeordneten Ebene den definierten Grundbetrieb nicht unkontrolliert unterbricht.

Feldebene

Sensoren & Rückmeldungen

Temperatur, Druck, Durchfluss, Füllstand, Feuchte, Stromaufnahme, Leistung, Drehzahl, Vibration, Laufzeiten, Leckage sowie Tür-, Klappen- und Endlagen.

Steuerungsebene

SPS

Lokale Ablaufsteuerung, Verriegelung, Plausibilisierung, Grenzwerte und definierte Ersatzreaktionen.

Informationsebene

Visualisierung & Meldung

Zustände, Ereignisse, Laufzeiten, Störungen und ausschließlich freigegebene, nachvollziehbare Bedienfunktionen.

Überwachbare Betriebstechnik

Von der einzelnen Rückmeldung bis zum technischen Prozess.

Pumpen & Verdichter

Betrieb, Stromaufnahme, Druck, Durchfluss, Laufzeit und Rückmeldung.

Lüfter & Klappen

Freigabe, Endlage, Drehzahl, Filterzustand und fehlende Rückmeldung.

Ventile & Antriebe

Soll-/Ist-Vergleich, Endschalter, Stellzeit und unplausible Zustände.

Versorgung & Verteilung

Spannung, Leistung, Schutzorgane, Hilfskontakte und Ausfallmeldungen.

Behälter & Medien

Niveau, Temperatur, Druck, Leckage und definierte Grenzwerte.

Technische Räume

Temperatur, Feuchte, Zutritt, Wassereintritt und Betriebsbereitschaft.

Vom Signal zur Reaktion

Nicht nur messen.
Zustände bewerten.

  1. Befehl absichern

    Schaltbefehle und Statusabfragen werden ausschließlich über definierte, projektbezogen geschützte Schnittstellen angenommen. Unzulässige oder nicht eindeutig zuordenbare Anforderungen werden verworfen.

  2. Erfassen

    Messwerte, Schaltzustände und Rückmeldungen werden eindeutig eingelesen und technisch skaliert.

  3. Plausibilisieren

    Befehl, Betriebsfreigabe, Soll- und Ist-Zustand werden verglichen. Widersprüchliche Endlagen, fehlende Rückmeldungen oder unrealistische Messwertsprünge werden erkannt.

  4. Reagieren

    Die Steuerung gibt den Schaltvorgang frei, sperrt ihn, hält an, schaltet um oder führt eine definierte Ersatzfunktion aus – abhängig von Aufgabe und Risikobewertung.

  5. Melden & dokumentieren

    Befehle, Rückmeldungen und Abweichungen werden mit Zeitstempel nachvollziehbar protokolliert. Priorisierte Meldungen unterstützen Betrieb, Instandhaltung und Fehleranalyse.

Technische Leitplanken

Sicherheit entsteht als Gesamtkonzept.

AUTARKIE

Lokaler Grundbetrieb

Kernfunktionen werden nicht von Cloud, Visualisierung oder dauerhaftem Internetzugang abhängig gemacht.

NETZWERK

Segmentierte Kommunikation

Steuerungs-, Visualisierungs- und Büronetz werden projektbezogen getrennt; Übergänge und Fernzugriffe bleiben kontrolliert.

FAILSAFE

Definierte Ausfallreaktion

Für Signalverlust, Sensordefekt, Kommunikationsabbruch und Spannungsausfall werden nachvollziehbare Zustände festgelegt.

SERVICE

Wartbar & dokumentiert

Beschriftung, Schaltunterlagen, Sicherungen, Programme, Parameter und Änderungen werden strukturiert übergeben.

ALARMIERUNG

Priorisierte Meldungen

Information, Warnung und Störung werden unterschieden, damit Betreiber gezielt statt nur schnell reagieren.

ERWEITERUNG

Modular geplant

Zusätzliche Messpunkte, Protokolle oder übergeordnete Systeme lassen sich über definierte Schnittstellen ergänzen.

INTEGRITÄT

Manipulationsgeschützte Bedienwege

Schaltbefehle und Statusabfragen werden über kontrollierte, projektbezogen abgesicherte Verbindungen geführt. Zugriffe, Berechtigungen und Änderungen bleiben nachvollziehbar.

PLAUSIBILITÄT

Befehl und Rückmeldung geprüft

Vor und nach einem Schaltvorgang werden Freigaben, Ausgangszustand und tatsächliche Rückmeldung verglichen. Abweichungen führen zu Sperre, Meldung oder definierter Ersatzreaktion.

Klare Verantwortung

Eine SPS ist ein Baustein – kein pauschaler KRITIS-Nachweis.

Eine kompakte Steuerung kann für klar abgegrenzte Betriebslogik, Zustandsüberwachung und Alarmierung sehr sinnvoll sein. Ob sie für eine konkrete Funktion geeignet ist, ergibt sich aus Risiko, Verfügbarkeit, Manipulationsschutz der Bedien- und Kommunikationswege, notwendiger Redundanz und der Einbindung in die Gesamtarchitektur.

Sicherheitsgerichtete Abschaltungen werden nicht durch normale Betriebslogik ersetzt. Wo Personenschutz oder eine zertifizierte Safety-Funktion erforderlich ist, kommen dafür geeignete Sicherheitsrelais, sichere Steuerungen und Schutzgeräte zum Einsatz.

Bei KRITIS-Betreibern werden Geltungsbereich, Schutzziele, branchenspezifische Anforderungen, Cybersecurity und Nachweisführung gemeinsam mit Betreiber und zuständigen Fachstellen festgelegt.

Bestandsanlage oder Neubau

Welche Zustände müssen
Sie sicher beherrschen?

Im ersten Schritt werden Prozess, Ausfallfolgen, vorhandene Signale und erforderliche Reaktionen aufgenommen. Daraus entsteht ein klar abgegrenztes Steuerungs- und Überwachungskonzept.

Anwendung besprechen