Kompetenzfeld
Betriebskritische Technik.
Klar beherrscht.
Betriebskritische Maschinen und technische Bauteile werden lokal, robust und nachvollziehbar gesteuert. Schaltvorgänge und Statusabfragen werden überwacht, auf Plausibilität geprüft und über projektbezogen geschützte Bedien- und Kommunikationswege geführt. Zustände, Grenzwerte, Laufzeiten und Störungen bleiben sichtbar – mit klarer Netztrennung, definierten Rückfallebenen und einer Architektur, die sich an den tatsächlichen Schutzanforderungen orientiert.
Interaktive KRITIS-Demo
Eine fiktive Anlage.
Reale Bedienprinzipien.
Wechseln Sie zwischen Anlagenübersicht, Meldungen und Netzwerk. Über den Störungstest lässt sich nachvollziehen, wie eine Redundanzumschaltung erkannt, auf einen plausiblen Folgezustand geprüft, gemeldet und dokumentiert werden kann.
Keine aktive StörungAlle überwachten Funktionen befinden sich im definierten Zustand.
Förderung & Speicherung
Hauptförderpumpe 1
Hauptförderpumpe 2
Kühlkreispumpe
Technikraumlüfter
Zulaufventil
Notstromversorgung
Die Schaltflächen verändern ausschließlich diese fiktive Demonstration.
Systemarchitektur
Autark im Betrieb.
Transparent im Zustand.
Die Betriebsfunktion bleibt lokal. Visualisierung, Protokollierung und Fernmeldung werden so angebunden, dass ein Ausfall der übergeordneten Ebene den definierten Grundbetrieb nicht unkontrolliert unterbricht.
Sensoren & Rückmeldungen
Temperatur, Druck, Durchfluss, Füllstand, Feuchte, Stromaufnahme, Leistung, Drehzahl, Vibration, Laufzeiten, Leckage sowie Tür-, Klappen- und Endlagen.
SPS
Lokale Ablaufsteuerung, Verriegelung, Plausibilisierung, Grenzwerte und definierte Ersatzreaktionen.
Visualisierung & Meldung
Zustände, Ereignisse, Laufzeiten, Störungen und ausschließlich freigegebene, nachvollziehbare Bedienfunktionen.
Überwachbare Betriebstechnik
Von der einzelnen Rückmeldung bis zum technischen Prozess.
Pumpen & Verdichter
Betrieb, Stromaufnahme, Druck, Durchfluss, Laufzeit und Rückmeldung.
Lüfter & Klappen
Freigabe, Endlage, Drehzahl, Filterzustand und fehlende Rückmeldung.
Ventile & Antriebe
Soll-/Ist-Vergleich, Endschalter, Stellzeit und unplausible Zustände.
Versorgung & Verteilung
Spannung, Leistung, Schutzorgane, Hilfskontakte und Ausfallmeldungen.
Behälter & Medien
Niveau, Temperatur, Druck, Leckage und definierte Grenzwerte.
Technische Räume
Temperatur, Feuchte, Zutritt, Wassereintritt und Betriebsbereitschaft.
Vom Signal zur Reaktion
Nicht nur messen.
Zustände bewerten.
Befehl absichern
Schaltbefehle und Statusabfragen werden ausschließlich über definierte, projektbezogen geschützte Schnittstellen angenommen. Unzulässige oder nicht eindeutig zuordenbare Anforderungen werden verworfen.
Erfassen
Messwerte, Schaltzustände und Rückmeldungen werden eindeutig eingelesen und technisch skaliert.
Plausibilisieren
Befehl, Betriebsfreigabe, Soll- und Ist-Zustand werden verglichen. Widersprüchliche Endlagen, fehlende Rückmeldungen oder unrealistische Messwertsprünge werden erkannt.
Reagieren
Die Steuerung gibt den Schaltvorgang frei, sperrt ihn, hält an, schaltet um oder führt eine definierte Ersatzfunktion aus – abhängig von Aufgabe und Risikobewertung.
Melden & dokumentieren
Befehle, Rückmeldungen und Abweichungen werden mit Zeitstempel nachvollziehbar protokolliert. Priorisierte Meldungen unterstützen Betrieb, Instandhaltung und Fehleranalyse.
Technische Leitplanken
Sicherheit entsteht als Gesamtkonzept.
Lokaler Grundbetrieb
Kernfunktionen werden nicht von Cloud, Visualisierung oder dauerhaftem Internetzugang abhängig gemacht.
Segmentierte Kommunikation
Steuerungs-, Visualisierungs- und Büronetz werden projektbezogen getrennt; Übergänge und Fernzugriffe bleiben kontrolliert.
Definierte Ausfallreaktion
Für Signalverlust, Sensordefekt, Kommunikationsabbruch und Spannungsausfall werden nachvollziehbare Zustände festgelegt.
Wartbar & dokumentiert
Beschriftung, Schaltunterlagen, Sicherungen, Programme, Parameter und Änderungen werden strukturiert übergeben.
Priorisierte Meldungen
Information, Warnung und Störung werden unterschieden, damit Betreiber gezielt statt nur schnell reagieren.
Modular geplant
Zusätzliche Messpunkte, Protokolle oder übergeordnete Systeme lassen sich über definierte Schnittstellen ergänzen.
Manipulationsgeschützte Bedienwege
Schaltbefehle und Statusabfragen werden über kontrollierte, projektbezogen abgesicherte Verbindungen geführt. Zugriffe, Berechtigungen und Änderungen bleiben nachvollziehbar.
Befehl und Rückmeldung geprüft
Vor und nach einem Schaltvorgang werden Freigaben, Ausgangszustand und tatsächliche Rückmeldung verglichen. Abweichungen führen zu Sperre, Meldung oder definierter Ersatzreaktion.
Klare Verantwortung
Eine SPS ist ein Baustein – kein pauschaler KRITIS-Nachweis.
Eine kompakte Steuerung kann für klar abgegrenzte Betriebslogik, Zustandsüberwachung und Alarmierung sehr sinnvoll sein. Ob sie für eine konkrete Funktion geeignet ist, ergibt sich aus Risiko, Verfügbarkeit, Manipulationsschutz der Bedien- und Kommunikationswege, notwendiger Redundanz und der Einbindung in die Gesamtarchitektur.
Sicherheitsgerichtete Abschaltungen werden nicht durch normale Betriebslogik ersetzt. Wo Personenschutz oder eine zertifizierte Safety-Funktion erforderlich ist, kommen dafür geeignete Sicherheitsrelais, sichere Steuerungen und Schutzgeräte zum Einsatz.
Bei KRITIS-Betreibern werden Geltungsbereich, Schutzziele, branchenspezifische Anforderungen, Cybersecurity und Nachweisführung gemeinsam mit Betreiber und zuständigen Fachstellen festgelegt.
Bestandsanlage oder Neubau
Welche Zustände müssen
Sie sicher beherrschen?
Im ersten Schritt werden Prozess, Ausfallfolgen, vorhandene Signale und erforderliche Reaktionen aufgenommen. Daraus entsteht ein klar abgegrenztes Steuerungs- und Überwachungskonzept.
Anwendung besprechen